Vorschlag eines generativen Logos für den Wettbewerb um ein neues Erscheinungsbild der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung. Entstanden in Zusammenarbeit mit Conrad Heise, Carla Streckwall, Ferdinand Ulrich und Arne Teubel.
Proposal of a generative logo design for a competition held by the the German Society for Design Theory and Research. In cooperation with Conrad Heise, Carla Streckwall, Ferdinand Ulrich and Arne Teubel.
Die Deutsche Gesellschaft für Designtheorie und -forschung e.V. (DGTF) ist ein gemeinnütziges Netzwerk aus Gestaltern, Forschern und Theoretikern und versteht sich als Vermittler und Katalysator für Designforschung im deutschsprachigen Raum.
Das Netzwerk lebt von der Aktivität und dem Engagement seiner Mitglieder. Designtheorie ist eine heterogene Disziplin und bezieht sich auf vielfältiges Wissen. Wie ihr Forschungsgegenstand befindet sie sich in ständigem Wandel. Gleiches gilt für die DGTF, die sich mit jedem neuen Mitglied verändert und in interdisziplinären Netzwerken organisiert, die deutschsprachige und internationale Designtheorie mitgestaltet.
Eine generative Lösung für das Logo sollte dieser Offenheit im Diskurs und in der Organisation Ausdruck verleihen. Dabei wird die besondere Bedeutung des „Netzwerkens“ für die Arbeit der DGTF herausgestellt.
Der Vorschlag für die Gestaltung des neuen Logos bezieht sich auf die geografische Verteilung der Mitglieder des Vereins. Ihre auf einer Karte abgebildeten Arbeitsorte bilden die Referenzpunkte für den unsichtbaren Raster des Logos. Dieser Raster ist Grundlage für die zufällige Bildung von fiktiven Netzwerken zwischen je einem zentralen und sechs weiteren Mitgliedern der DGTF. Die Verbindung wird durch die Darstellung eines Netzes visualisiert. Außerhalb Deutschlands liegende Standorte werden auf den Begrenzungsrahmen des Rasters projeziert.
Die Punkte des Netzwerkes werden zu einer geschlossenen Figur verbunden und greifen damit den Prozess der Formgebung auf, der für alle Designdisziplinen essentiell ist. Die jeweils entstehende Gestalt ist zentrales Element des Logos.
Mit dem Netzwerk der DGTF wächst auch das zugrunde liegende Entstehungsraster für die generative Figur. Durch die vielen möglichen Verbindungen der Mitglieder entstehen immer neue Varianten des Logos.
Auf der linken Seite wird ein vertikaler farbiger Balken in der Höhe des Begrenzungsrahmens des Logos ergänzt. Er greift die Farbigkeit des bisherigen Erscheinungsbildes auf. Zusammen mit der zweizeilig gesetzten Wortmarke wird die maximale Ausdehung der generativen Figur umrissen und so ihre geographische Einordnung möglich.



